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Kontrastmittelsonographie

Seit einigen Jahren werden auch im Ultraschall besondere Kontrastmittel (sog. Echosignalverstärker) verwendet. Im Gegensatz zu Röntgen-Kontrastmitteln handelt es sich um winzige, unschädliche Gas- oder Luftbläschen, die sich nach wenigen Minuten von selbst auflösen. Sie sind gut verträglich und bis auf sehr seltene allergische Reaktionen frei von Nebenwirkungen. Da sie kein Jod enthalten, führen sie nicht zu den vom Röntgen bekannten Kontrastmittelallergien und können auch bei bekannter Kontrastmittel- oder Jodallergie eingesetzt werden.

Vor allem bei umschriebenen Leberveränderungen erleichtert die Gabe eines Ultraschallkontrastmittels die Beurteilung der Läsion. So können gutartige von bösartigen Tumoren in vielen Fällen eindeutig unterschieden werden und man kann so dem Patienten eine Punktion der Leber ersparen. Bei unklaren Verhältnissen wird als nächster Schritt eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie der Leber durchgeführt werden.

Auch bei Patienten die eine Krebserkrankung hatten und nun in einem Nachsorgeprogramm stehen, verbessert die Ultraschalluntersuchung mit Kontrastmittel das Auffinden von Lebermetastasen deutlich. Vor allem kleinste Veränderungen können mit dieser Technik besser detektiert werden als bisher mit dem konventionellen Ultraschall.

UNTERSUCHUNGSVORGANG
Der Untersuchungsvorgang entspricht dem der konventionellen Sonographie. Der Patient bekommt lediglich vor der Untersuchung eine Venenverweilkanüle (Venflon) gelegt. Über diese wird dann das Ultraschallkontrastmittel eingespritzt. Es dauert dann ca. 15-20 Sekunden bis das Mittel in der Leber anflutet und das Lebergewebe kontrastiert. Die Untersuchung dauert 5-7 Minuten und muss im Einzelfall anschließend wiederholt werden.

KOMPLIKATIONEN
Das Kontrastmittel sollte bei Patienten die einen akuten Herzinfarkt, eine Angina pectoris oder eine Intervention an den Herzkranzgefässen in den letzten 7 Tagen hatten, nicht angewendet werden. Ebenso sollte es bei Patienten mit künstlichen Herzklappen nicht gegeben werden.


Lebermetastasen 856 KB

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